• Bewerbung 4.0


    Tipps für den Bewerbungsprozess 4.0


Tipps für digitale Bewerberinterviews


Was funktioniert gut? Was bleibt auf der Strecke?

Der Firmensitz ist in Hamburg und der Kandidat hat seinen aktuellen Wohnsitz in München. Diese Konstellation ist heutzutage nicht außergewöhnlich und auch mit den zur Verfügung stehenden technischen Medien einfach zu bewerkstelligen.

Im Zeitalter der Digitalisierung und in einer globalisierten Welt sollte es in sämtlichen Branchen möglich sein, sich online bewerben und auch vorstellen zu können.
In einem telefonischen Interview werden die fachlichen Kenntnisse abgefragt und hinterfragt. Auch werden die rhetorische Bewandtnis sowie allgemeine Rahmendaten überprüft und ein erster Eindruck gewonnen. Um darüber hinaus einen persönlichen Eindruck über die Gestik und Mimik sowie der allgemeinen persönlichen Erscheinung zu erhalten, ist ein digitales Bewerberinterview eine hervorragende Alternative zum persönlichen Gespräch. Es gibt verschiedene Messenger, die hierzu bestens geeignet sind. Der aktuell gängigste Anbieter ist Skype, in der amerikanischen Geschäftswelt kommt Google Hang-out verstärkt zum Einsatz.

In einem online Interview lernen beide Gesprächsparteien sich quasi ‚face-to-face‘ kennen und können in gewissem Maße bereits einschätzen, ob generell eine Zusammenarbeit vorstellbar ist. Für Arbeitgeber dient dies zur Sondierung und Auslese von geeigneten Bewerbern, um den Bewerbungsprozess fortzusetzen oder nicht. Für einen qualitativen Mehrwert in online Gespräch und auch um repräsentative Antworten und Verhaltensmuster erwarten zu können gilt es, sich vorzubereiten sowie strukturelle Voraussetzungen zu schaffen. Eine professionelle Gesprächsführung hilft ebenfalls. Dies beugt negative Einträge in den verschiedenen Social Media Foren vor und unterstützt somit nachhaltig ein positives Employer Branding.



Vorbereitung auf den Bewerber

Das Anschreiben des Bewerbers sollte vom Gesprächsführenden noch mal aufmerksam durchgelesen und der Lebenslauf analysiert werden. Die für das Unternehmen wichtigen Fragen sollten hieraus abgeleitet werden. Es hat sich darüber hinaus bewährt, vor jedem Interview einen individuellen Gesprächsleitfaden zu erstellen, der auf die Bewerbungsunterlagen des einzelnen Kandidaten zugeschnitten ist.

Räumlich und auch von der persönlichen Erscheinung sollte eine professionelle Darstellung selbstverständlich sein. Kleider machen Leute: dies gilt in beide Richtungen.

Funktioniert die Technik, sind Bild und Ton in einwandfreier Qualität, ist die räumliche Umgebung stimmig sowie die Lichtverhältnisse ausreichend. Auch der Dresscode sollte für den Arbeitgeber eine realistische Darstellung der allgemein gültigen Kleiderordnung repräsentieren.



Der Gesprächsverlauf

Wie auch im persönlichen Vorstellungsgespräch, stellt sich der einladende Gastgeber vor und beginnt mit einigen einleitenden Worten über das Unternehmen.

Um dem Bewerber eventuelle Nervosität zu nehmen, sollte dieser sich auch kurz vorstellen. Hier erhält er die Möglichkeit, seine Stimme und Tonalität bestens einzustimmen.

Im Anschluss geht es zur Kennenlernphase, üblicherweise wird der Bewerber aufgefordert, in einer kurzen Selbstdarstellung seine beruflichen Lebensabschnitte vorzustellen und zu erläutern.

Nach dem beieritigen Warmwerden und einem ersten Eindruck geht es meist ans Eingemachte, um den Bewerber und dessen Motivation besser kennenzulernen.

Die im Gesprächsleitfaden vorbereiteten Fragen sollten offen sein. Erzählen Sie etwas über sich.

Warum haben Sie sich in unserem Unternehmen beworben?

Warum denken Sie, dass Sie für diese Position geeignet sind?

Warum sollten wir Sie einstellen?

Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?

Wichtig ist es dabei, dem Bewerber auf Augenhöhe zu begegnen und die Fragen nicht wie ein Verhör klingen zu lassen oder gar einen skeptischen Unterton einzubauen. Zeigt sich der Bewerber nervös, sollte diesem durch eine Auflockerung des Gesprächsverlaufs geholfen werden. Wir wissen alle; Vorstellungsgespräche, ob online oder persönlich, sind Ausnahmesituationen. Nicht jeder ist so geübt und routiniert darin wie ein Profi aus der Personalabteilung.

Um das Lampenfieber des Bewerbers nicht noch unnötig zu steigern, sollte er auch ausreden und seine Sätze ohne Unterbrechungen vollenden können.

Wichtig ist es, sich zwischendurch ausreichend Notizen zu machen, um Antworten, Gestiken oder besondere Eigenschaften des Bewerbers in einem möglichen persönlichen Gespräch wieder nachvollziehen können und präsent zu haben.

Am Ende ist der Bewerber noch einmal dran. Es gehört auch im online Interview zum guten Umgang, dass der Bewerber nachfassen und offen Gebliebenes oder für ihn Relevantes klären kann. Zumal die Qualität solcher Rückfragen ja auch noch Rückschlüsse auf den Bewerber selbst geben kann. Bei der Beantwortung der Fragen gilt es, nicht auszuweichen oder gar zu lügen. Auch ‚dumme Fragen‘ sind entlarvend, allerdings sollten diese weder schnippisch noch beleidigend beantwortet werden.

Das Gespräch ist fast zu Ende, neben dem obligatorischen Bedanken für das Gespräch und einer förmlichen Verabschiedung fragt der Kandidat entweder selber nach dem weiteren Prozess oder der Gesprächsführer kann diesem vorgreifen und selbst die Initiative ergreifen, um die für den Bewerber brennenden Fragen zu beantworten:

Wie geht es nun im Bewerbungsprozess weiter?

Gibt es noch ein weiteres, persönliches Gespräch?

Wann kann der Bewerber frühestens mit einer Antwort rechnen?

Je professioneller und vorbereiteter das Gespräch mithilfe eines Leitfadens geführt wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass auch die abgelehnten Kandidaten positiv über das Unternehmen urteilen.



Die Gesprächsnachbereitung

Nach den Vorstellungsgesprächen kommt die eigentliche Auswahl. Empfehlenswert ist es, nicht nur auf die Kriterien zu achten, die für eine perfekte Besetzung definiert sind, sondern auch auf jene, die Kandidaten offenkundig oder im Subtext des Gesprächs haben durchblicken lassen. So lassen etwa häufige Nachfragen von Bewerbern Schlüsse auf deren Prioritäten und Wünsche zu, wie beispielsweise:

Die Werte und Erwartungen des Bewerbers.

Dessen Übereinstimmung mit der Unternehmensphilosophie.

Arbeitsweise und relevante Gewohnheiten.

Reaktionen auf Arbeitszeiten, Förderoptionen oder Gehalt.

Dies ist auch hilfreich, um das eigene Arbeitgeberimage mit der Realität abzugleichen und gegebenenfalls verbesserungswürdige Punkte zu erkennen. Auch ist wichtig, dass alles, was im online Interview zugesagt wurde, eingehalten wird.



Über Hager Unternehmensberatung

Die Hager Unternehmensberatung ist Partner von Horton International und bietet ihren Kunden weltweit an über 40 Standorten in den global wichtigsten Wirtschaftsregionen Lösungen rund um den Arbeitslebenszyklus an: Employment Lifecycle Solutions®.

Diese zielgerichteten Lösungen rund um den Arbeitslebenszyklus finden ihre Entsprechung in unseren einzelnen Unternehmensbereichen: Bei der Platzierung der passenden Kandidaten, bei der Evaluierung der Mitarbeiterpotenziale, bei der Entwicklung, um die persönlichen Mitarbeiterfähigkeiten weiterzuentwickeln, bis hin zur Begleitung bei individuellen Veränderungsprozessen.

Mit gut 80 Mitarbeitern in kleinen, spezialisierten Teams, einem voll digitalisierten Workflow und über 20 Jahren Erfahrung in der Technologiebranche sowie weiteren innovativen Märkten verbindet die Hager Unternehmensberatung Leistungsfähigkeit und Prozessqualität der Branchengrößen mit der Geschwindigkeit und Flexibilität eines Start-ups.

Die Hager Unternehmensberatung gehört zu den Top 15 Personalberatungen in der DACH Region und ist die Executive Search Beratung rund um das Thema digitale Transformation.

Bei Fragen und für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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